Cellulite: Fortschritte der Medizin

Seit September 2008 bringt Ihnen Dr. med. Michael R. Schmidt – Kulbe die erfolgreichsten Therapieformen der Cellulite und Schwangerschaftsstreifen nach Berlin.

80% aller Frauen leiden an Cellulite, auch Orangenhaut genannt. In der Medizin wird Cellulite vor allem als Schönheitsproblem angesehen. Viele Frauen fühlen sich deshalb mit diesem Makel, der ihre Lebensqualität sehr stark einschränkt, allein gelassen und von den Ärzten nicht ernst genommen. Die Ursache für Cellulite liegt sehr oft im weiblichen Hormonhaushalt. Die Cellulite kann auch durch zu starke von außen zugeführte Östrogene wie bei der Antibabypille oder Hormontherapien in falscher Form entstehen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und durch die Kombination neuester Methoden auch erfolgreich:

  • Einsatz männlicher Hormone
  • Injektionslipolyse – Fett weg Spritze plus ACCENT ULTRA Schall
  • hochdosierte Vitamin C 7,5g Infusionen
  • effektive PRP Behandlungen plus Wachstumsfaktoren plus Microneedling
  • Hormonkosmetik CELLULITE Lotion

Die neue Beulenpest

Wer in eine Filiale der größten Parfümeriekette Deutschlands geht und die Frage stellt: „Was empfehlen Sie gegen Cellulite?“, bekommt auf der Zeil in Frankfurt und auf dem Kurfürstendamm in Berlin von zwei verschiedenen Verkäuferinnen zunächst einmal dieselbe Antwort:

„Es gibt eine Vielzahl von Mitteln. Persönlich empfehle ich aber ein ganz bestimmtes Produkt, das ich auch selbst verwende.“

Die Kundin wird daraufhin in beiden Geschäften zum Verkaufsdisplay einer Tube geführt, deren Hersteller auf der Verpackung verspricht, er als „Anti-Cellulite-Experte“ unterstütze „alle Frauen auf dem Weg zu einem harmonischen, verführerischen Aussehen“. Zweihundert Milliliter kosten 41 Euro und noch viel mehr.

In Berlin erhält die unschlüssige Kundin aber noch ein Alternativangebot. „Wenn Sie etwas suchen, das wirklich sehr gut hilft, dann gibt es da natürlich noch etwas anderes“, sagt die freundliche Angestellte. „Das ist dann aber auch entsprechend teuer.“ Entsprechend teuer, das heißt in diesem Fall: 167 Euro für das Zweihundert-Milliliter-Fläschchen einer Firma, die mit dem Slogan wirbt: „Hautpflege an der Grenze zur Medizin“.

Geschichte des Oberschenkels

Marktführer „Brigitte“ entschied sich allerdings schon im März 2007, Druck von den Leserinnen zu nehmen, und pries die vergnügten Jahrzehnte vor Erfindung des ersten Anti-Cellulite-Mittels, das 1970 in Frankreich auf den Markt kam. Ein Streifzug durch die Geschichte des Oberschenkels: Noch 1962 störte es laut „Brigitte“ niemanden, dass Ursula Andress‘ Bikinifigur in „James Bond jagt Dr. No“ nicht ganz makellos wirkte. Und noch viel früher, nämlich im 17. Jahrhundert, malte Peter Paul Rubens seine „Drei Grazien“ mit Cellulite im fortgeschrittenen Stadium.

Zu Zeiten von Rubens war Cellulite kein Problem im weiblichen Schönheitsideal

Selbst James Bond störte sich nicht an Ursula Andress` nicht ganz perfekten Beinen als sie in der berühmten Szene am Strand aus dem Wasser kam – es war die Zeit vor Photoshop!

Ursula Andress

Betroffen: Bis 98 Prozent aller Frauen

Verglichen mit den Kosten, die für andere Behandlungsmethoden gegen die „Orangenhaut“ fällig werden, ist das ein Pappenstiel. Von den sechs Milliarden Dollar, die Frauen schätzungsweise jedes Jahr weltweit in Anti-Cellulite-Behandlungen stecken, entfallen nur 1,1 Milliarden auf Cremes, Gele, Öle, Pflaster und Wässerchen. Der Rest fließt in Laser-Operationen, Fettabsaugen, Knetmassagen oder Fitnesstraining auf speziellen Rüttelplattformen.

Was ich dazu sage: „Vor allem junge Frauen, die wegen Cellulite in die Arztpraxen kommen, sind oft sehr verzweifelt. Sie wollen die Dellen auf Gesäß und Oberschenkeln einfach nur loswerden und fühlen sich hilflos, weil Cellulite sehr schwer zu beeinflussen ist“. Der Leidensdruck der Betroffenen – je nach Studie 85 bis 98 Prozent der Frauen über 20 Jahren, – kann in Einzelfällen hoch sein. Miniröcke, Bikinis, etc. etc. sind unerbittlich dabei.

Anatomische Gründe

Querschnitt der Cellulitehaut

Dabei verursacht Cellulite keine Schmerzen und schränkt auch keinerlei lebenswichtige Körperfunktionen ein. Die betroffenen Frauen stören sich aus rein ästhetischen Gründen an den Dellen und Grübchen, die vor allem auf Außen- sowie Hinterseite der Oberschenkel und auf dem Po, seltener auch auf Bauch und Oberarmen zu finden sind.

Kosmetisch werden oft drei Stufen des Hautbildes unterschieden

  • Stufe 1: sichtbare Dellen bei einem Kneiftest
  • Stufe 2: Dellen sind im Stehen, jedoch nicht im Liegen sichtbar 
  • Stufe 3: Dellen sind auch beim Liegen zu sehen

Dass nur Frauen Cellulite entwickeln, hat anatomische Gründe: Das Fett, das sich in der Unterhaut befindet, wird im weiblichen Körper von Bindegewebssträngen unterteilt, die senkrecht zur Hautoberfläche verlaufen. Das heißt, das Fettgewebe wird in Form kleiner Säulen zusammengehalten, die sich nach außen ausrichten. Die Unterhaut mit den eingebetteten Fettdepots ist von der dünnen Haut mit ihren Talgdrüsen und Haarfollikeln nur durch eine zarte Bindegewebsschicht getrennt. Die Fettsäulen zeichnen sich deshalb bis an die Oberfläche der Haut ab; ihre Zwischenräume erscheinen als Grübchen. Zunächst einmal hat also die absolute Menge des Fettgewebes durchaus Einfluss darauf, ob Cellulite entsteht. Aber auch Frauen, die immer dünn waren, können Cellulite entwickeln, wenn ihr Bindegewebe, namentlich die unterteilenden Stränge und die spinnwebfeine Schicht zwischen Haut und Unterhaut, besonders nachgiebig ist. Dazu kommt in vielen Fällen eine Störung der Mikrozirkulation. Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe an und führt zu einer zusätzlichen Schwellung.

Männer hingegen sind ungerechterweise vor Orangenhaut gefeit: Ihre männlichen Hormone (Testosteron) sorgen dafür. Ihr kräftigeres Bindegewebe verläuft parallel zur Haut und verschnürt dabei auch größere Fettansammlungen in der Unterhaut zu glatten Paketen, deren Struktur von außen nicht zu erahnen ist. Nur wenn Männer sich aus medizinischen Gründen Östrogene zuführen, welche das Bindegewebe elastischer und weicher werden lassen, können auch sie Cellulite bekommen.

Die lokale Anwendung von männlichen Hormonen schafft dann Abhilfe, wenn auf vier Punkte geachtet wird:

  • Die Cellulite entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern benötigt zur vollen Entfaltung Jahre. Monat für Monat wird das Bindegewebe um Bruchteile von Millimetern schwächer.
  • Keine Behandlung der Welt hilft in kurzer Zeit, wenn sich Probleme ungebremst über Jahre hinweg entwickeln. Die Cellulite-Behandlung mit männlichen Hormonen benötigt daher ein hohes Maß an Geduld.
  • Wenn sich die ersten Anzeichen dieser Bindegewebsschwäche zeigen, sollte mit einer Therapie begonnen werden. Je früher die Behandlung einsetzt, umso erfolgreicher und schneller ist sie.
  • Die lokale Anwendung von männlichen Hormonen muss konsequent erfolgen. Die Behandlung mit einer Salbe muss täglich erfolgen, sie darf nicht unterbrochen werden, und sie ist auch solange fortzusetzen, bis sich eine deutliche Besserung einstellt.

Kaum Forschung zur Cellulite

Weil das Fett in der Unterhaut der Hauptgrund für die Dellen ist, zielen die meisten Therapieansätze darauf ab, die Fettmenge zu verringern. Hier wird jedoch übersehen, dass sehr oft auch bei schlanken bis sehr schlanken Frauen Cellulite diagnostiziert wird. Cellulite befällt seine Opfer unbarmherzig – ob schlank oder übergewichtig.
Es gibt aber leider noch immer kaum kontrollierte Studien zur Wirksamkeit der zahlreichen Präparate und der sonstigen Behandlungsmethoden, die auf dem Markt sind. Eine mögliche Ursache dafür liegt wohl darin begründet, dass die gesamte Dermatoästhetik eine Zeitlang in Verruf geraten war. So hat sich die fundierte, qualitativ hochwertige Forschung bis Anfang der neunziger Jahre kaum mit Cellulite beschäftigt.

Unzulängliche „Eminenz-basierte“ Studien

Bislang stellte man fest, dass es mehr „Eminenz-basierte“ als „Evidenz-basierte“ Verfahren und Substanzen gibt: ,Eminenz-basiert‘ sind Studien, bei denen ein angesehener Kollege einfach gesagt hat: Ich sehe da eine Verbesserung des Hautbildes.
Notwendig wären objektive Methoden um zu entscheiden, ob sich Hügel und Dellen auf den Schenkeln der Probandinnen wirklich verflacht haben, nachdem ein Produkt wochenlang aufgetragen wurde. Die Studien müssten darüber hinaus am besten doppelblind und Placebo-kontrolliert sein, wie es auch für den Wirkungsnachweis von Pharmaka üblich ist.  Allerdings scheitert das bisher am Interesse der Herstellerfirmen – warum wohl!?

Manche Mittel sind gefährlich

Und sonst? Der Beweis für die Wirksamkeit zahlreicher anderer Stoffe steht noch aus. Von Yamswurzel über Wiesenschaumkraut bis Meerfenchel setzen die Cremehersteller auf eine Vielzahl von Substanzen. Die Zeitschrift „Öko-Test“ gab schon im Februar 2007 sieben von neunzehn getesteten Anti-Cellulite-Mitteln wegen problematischer Ingredienzien die Note „ungenügend“.

Für die Käuferinnen ist jedoch das Hauptproblem, wenn der durchschlagende Erfolg ausbleibt. Manchmal bleibt dann als letzte Hoffnung die Operation. Die meisten Frauen stellen sich vor, dass wenige kleine Schnitte gemacht werden, dann Fett abgesaugt wird und die Haut hinterher gestrafft und makellos ist – Seriöse plastische Chirurgen bieten jedoch keine Fettabsaugungen bei Cellulite an. Ganz im Gegenteil, analysiert man die meisten Studien, so wird von deren Autoren eingeräumt, dass die Orangenhaut nach der „Liposuktion“ sogar ausgeprägter war als vorher.

Massage hilft, Sport auch – aber nur temporär!

Was man den Damen stattdessen raten kann:  Alles zu tun, um die Durchblutung zu verbessern. Zum Beispiel durch Massagen oder Sport. Allerdings auch hier heißt es, solange Sie das machen, sieht die Haut besser aus. Aber sobald Sie aufhören, verschwindet dieser Effekt auch schnell wieder.

Wie heißt es so schön: Wenn Sie joggen – Sie joggen nie allein – Ihre Cellulite joggt immer mit Ihnen!

Manchmal könne man eben mit sehr viel Aufwand nur sehr wenig erreichen. Wer sich mehr erhofft hat, neigt dann vielleicht dazu, auf die Werbung für neue Wundermethoden zu reagieren und sein Budget unnötig zu strapazieren!

Oder auch dazu, sich jedes Frühjahr erneut mit „Brigitte“, „Gala“, „Bunte“, „Freundin“, „Für Sie“ und „Amica“ etc. etc. etc. einzudecken. Alljährlich ab Jahresanfang – gleich nach der Saison für Horoskope und Diäten, stellen Frauenzeitschriften neue Produkte gegen Orangenhaut vor und drucken Ratgebertexte zum Thema Cellulite Behandlung. „Je eher Sie mit einer systematischen Pflege starten, desto besser fürs Strand-Feeling!“ So oder so ähnlich lauten die Ermahnungen in den Artikeln.

Der Kampf gegen Cellulite

Um Cellulite vollständig zu beheben, müsste die Struktur des Bindegewebes komplett geändert werden – das ist bisher jedoch nicht möglich. Deshalb hilft nur eins: durch viel Bewegung das Bindegewebe stärken und elastischer machen. Vor allem Radfahren ist sehr wirkungsvoll.

Die richtige Ernährung kann das Bewegungsprogramm unterstützen: hoch dosierte Vitamin C Infusionen oder Retinol – Vitamin A1 – etwa vernetzen die kollagenen Fasern und stärken somit das Bindegewebe.

7,5 g Vitamin C Infusion plus Vitamin B Komplex: 1 – 4 x monatlich

Hilfreich ist auch, reichlich Wasser und Kräutertee zu trinken. Massagen mit bestimmten Kräuterölen (Campher, Rosmarin und Wacholder) wirken ebenfalls durchblutungsfördernd und entgiftend.

Hochdosierte Grüntee- und Lachsölkapseln sind sehr effektiv zur Entschlackung.

Vielversprechend ist zudem die Thalassotherapie. Denn die im Meerwasser und Meerschaum enthaltenen Mineralsalze und Spurenelemente nähren das Bindegewebe, das bei Cellulite mit Sauerstoff und Mineralsalzen unterversorgt ist.

Altbewährte Peelings mit grobkörnigem Meersalz und anschließende Packungen mit kaltgepresstem Olivenöl. Danach bitte nur mit Wasser abduschen!

Ein weiterer – sehr effektiver – Ansatz im Kampf gegen die Cellulite liegt in der transdermalen Behandlung mit Hormonen. Generell lässt sich sagen, dass bei Frauen (und Männern) über 40 ein hormonelles Defizit in der Haut nachzuweisen ist. Dessen Beseitigung führt oft zu erstaunlichen Ergebnissen. Am Besten in Kombination mit:

  • Speziell komponierte Cellulite Lotion (s.u. Hormon-Kosmetik – rezeptpflichtig)
  • Injektionslipolyse + Accent Ultra Ultraschall „Ulift“
  • Microneedling plus PRP mit Wachstumsfaktoren
  • Vitamin C Infusionen

Eine Frau, die ihr Anti-Cellulite-Programm erfolgreich absolvieren will, braucht aber vor allem Durchhaltevermögen. Denn die Dellen verschwinden nur ganz allmählich. Das, was sich teilweise seit Generationen in den Familien durchsetzt, ist nicht in 4 – 6 Wochen zu beseitigen.

Cellulite ist zäh und biestig aber nicht mehr unbesiegbar! Die Behandlung ist leider langfristig und teuer.