Hautalterung – medizinische Fakten!

Als voluminösestes Organ des Körpers, das der äußeren Umgebung ausgesetzt ist, leidet die Haut sowohl an intrinsischen als auch an extrinsischen Alterungsfaktoren. Die Hautalterung ist durch Merkmale wie Faltenbildung, Elastizitätsverlust, Schlaffheit und raues Aussehen gekennzeichnet. Dieser Alterungsprozess geht mit phänotypischen Veränderungen in Hautzellen sowie strukturellen und funktionellen Veränderungen in extrazellulären Matrixkomponenten wie Kollagenen und Elastin einher. In dieser Übersicht fassen wir diese Veränderungen der Hautalterung, Forschungsfortschritte der molekularen Mechanismen, die zu diesen Veränderungen führen, und die Behandlungsstrategien zur Verhinderung oder Umkehrung der Hautalterung zusammen

 Veränderungen der Haut im Alter

Die Alterung der Haut ist ein komplexer Vorgang, der nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht aufgehalten werden kann. Die Haut ist direkt der Luft ausgesetzt und unterliegt nicht nur einer intrinsischen Alterung, sondern auch einer extrinsischen Alterung. Diese Alterungsprozesse gehen mit phänotypischen Veränderungen der Hautzellen sowie strukturellen und funktionellen Veränderungen der extrazellulären Matrixkomponenten wie Kollagenen, Elastin und Proteoglykanen einher, die erforderlich sind, um der Haut Zugfestigkeit, Elastizität und Feuchtigkeit zu verleihen4.

Durch konsequenten Hautschutz gegenüber Umweltnoxen, einen gesunden Lebensstil, eine angemessene und jahreszeitlich optimierte Hautpflege sowie durch gezielte Anwendung von Wirkstoffcremes, Hormonbehandlungen und weiteren ästhetischen Behandlungen lässt sich die Oberflächenstruktur der Haut jedoch optisch verjüngen.

Im Rahmen der Alterung kommt es zu ausgeprägten strukturellen Veränderungen der Haut. Sie spielen sich auf zellulärer und nichtzellulärer Ebene ab, erfassen alle Schichten der Haut und sind sowohl mikro- als auch makromorphologisch sichtbar (Abbildung 1). Die Epidermis (Oberhaut) wird dünn, die Dermis (Lederhaut) unterliegt massiven Veränderungen im elastischen und kollagenen Fasergerüst und die Subkutis (Unterhautfettgewebe) verliert Volumen.

Hautalterung ist ein dynamischer Prozess

Er setzt schon etwa ab Mitte 20 ein. Man unterscheidet die intrinsische beziehungsweise chronologische Hautalterung in zeitlebens sonnengeschützten Regionen, die relativ homogen verläuft, von der mehr heterogen verlaufenden, extrinsischen Hautalterung in lichtexponierten Regionen, in denen die intrinsische Alterung durch UV-Lichtschäden überlagert wird (zum Beispiel Gesicht, Dekolleté und Handrücken).

Abbildung 1: Junge Haut (30-jährige Patientin) und alte Haut (90-jährige Patientin) im makro- und mikroskopischen Vergleich. Die Strukturveränderungen, die im Laufe von 60 Jahren entstehen, sind sowohl mit dem bloßen Auge als auch mit dem Mikroskop deutlich zu erkennen.

Die Altershaut weist ein charakteristisches Erscheinungsbild auf, das je nach Mischungsverhältnis der intrinsischen, extrinsischen beziehungsweise mimischen Einflüsse durch feine Falten, grobe Falten, Atrophie, Teleangiektasien und Pigmentverschiebungen gekennzeichnet ist (Abbildung 2).

Junge Haut (30-jährige Patientin) und alte Haut (90-jährige Patientin) im makro- und mikroskopischen Vergleich. Die Strukturveränderungen, die im Laufe von 60 Jahren entstehen, sind sowohl mit dem bloßen Auge als auch mit dem Mikroskop deutlich zu erkennen.

Die Altershaut weist ein charakteristisches Erscheinungsbild auf, das je nach Mischungsverhältnis der intrinsischen, extrinsischen beziehungsweise mimischen Einflüsse durch feine Falten, grobe Falten, Atrophie, Teleangiektasien und Pigmentverschiebungen gekennzeichnet ist.

Intrinsische Alterung

Intrinsische Hautalterung ist die Folge des Ablaufens der biologischen Uhr. Durch die sich mit jeder Zellteilung verkürzenden Endkappen der Chromosomen (Telomere) ist die Zellteilung endlich und sinkt permanent ab.

Hinzu kommen eine durch oxidativen Stress verursachte Akkumulation von Sauerstoffradikalen, hormonelle Defizite, verminderte Drüsenaktivi­täten (zum Beispiel Abnahme der Talgproduktion). Hinzu kommen außerdem strukturelle und funktio­nelle Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern in der Dermis mit Folgen wie etwa Fragilitäten von Blutgefäßen, schleichende und bis­her kaum verstandene entzündliche Veränderungen sowie eine Abnahme der immunologischen Kompetenz. Hierbei ist nicht immer klar, was Ursache und was Folge der Alterung ist. So wissen wir beispielsweise nicht, ob sinkende Hormonspiegel Mitverursacher oder Folge der Alterung sind.

Die typischen Zeichen der Hautalterung sind feine und grobe Faltenbildung, Atrophie (Verdünnung der Haut), vermehrtes Auftreten kleiner Gefäße (Teleangiektasien) sowie Pigmentverschiebungen mit heterogener Verteilung des Pigments (Altersflecken). Während Atrophie und feine Faltenbildung überwiegend der intrinsischen Hautalterung zugerechnet werden, sind die grobe Faltenbildung, das Auftreten vermehrter Gefäße sowie Pigmentverschiebungen überwiegend der extrinsischen zuzurechnen.

Von oben nach unten:

  • feine Falten
  • grobe Falten
  • Atropie
  • Gefäße
  • Pigmentverschiebungen

Extrinsische Alterung

Extrinsische Hautalterung ist Folge einer Exposition der Haut mit UV-Strahlen. Je nach Strahlenqualität (UV-A oder UV-B), Strahlenintensi­tät, Zeitdauer der Strahleneinwirkung sowie dem individuellen Hauttyp (Hauttyp I extrem hohe, Hauttyp VI fehlende UV-Lichtempfindlichkeit) sind die schädigenden Wirkungen der UV-Strahlen unterschiedlich ausgeprägt.

Für die extrinsische Hautalterung ist überwiegend die UV-A-Strahlung verantwortlich, die gegenüber der UV-B-Strahlung länger wellig ist und tiefer in die Haut eindringt. Dies führt zur Aktivierung von Transkriptionsfaktoren wie AP-1 mit der Folge einer Aktivitätssteigerung von Metalloproteinasen. Dies sind Enzyme, die Kollagen in der Dermis zerstören und dadurch zur Bildung von Falten und anderen Strukturveränderungen beitragen. Es entsteht eine Narbe im Bindegewebe (solar scar). Auch durch Zigarettenrauch werden die Metalloproteinasen aktiviert, – ein Grund für die schnellere Hautalterung bei Rauchern. Zusammenfassend kommt es durch intrinsische und extrinsische Einflüsse zu einer Anhäufung von Struktur- und Funktionsverlusten, in deren Folge die Haut biologisch und optisch altert. Auch wenn Alterungsvorgänge prinzipiell an allen menschlichen Organen ablaufen, sind sie an der Haut besonders deutlich sichtbar.

Wie Sie Ihre beste Haut in Ihren 40ern, 50ern und 60ern haben

Ihre beste Haut beginnt jetzt zu altern

Altern: Es ist ein Prozess, der gemischte Emotionen hervorruft. Einige Zeichen erscheinen langsam und leise, während andere Aufmerksamkeit erfordern können. Zum größten Teil ist die frühzeitige Aufmerksamkeit bei topischen Behandlungen die erste Linie der natürlichen Abwehr, insbesondere für Personen zwischen 20 und 30 Jahren.

Der größte Teil des Alterns wird durch Genetik, ethnische Zugehörigkeit, vertrauenswürdige Quelle, Sonneneinstrahlung, vertrauenswürdige Quelle und das, was Sie tun (oder nicht tun), um Ihre Haut zu pflegen, beeinflusst.

Die auffälligsten Veränderungen sind:

  • verminderte Hautelastizität
  • dunklere Pigmentierung
  • Porengröße
  • ausgeprägte feine Linien
  • Gesamtverdünnung der Muskeln und Fett des Gesichts

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Haut nicht in Ihrem Alter entspricht, können Sie mit der modernen aesthetischen Hautpflege Folgendes tun:

Haut Anti-Aging-Grundlagen in Ihren 40ern

Die Menschen bemerken das erste Auftreten des Alterns in den Dreißigern und Vierzigern – ist meine Erfahrung.

Der natürliche Lebenszyklus der Haut beginnt sich zu verlangsamen, was bedeutet, dass Verfärbungen, Falten, Absacken und eine Verringerung der Kollagenproduktion auftreten. Hormonelle Veränderungen können auch Akne bei Erwachsenen auslösen und sogenannte Rückblenden zu Ausbrüchen im Teenager Alter geben.

Wenn Sie in Ihren 40ern noch keine Anti-Aging-Hautpflegeprodukte verwenden, ist jetzt die richtige Zeit dafür. Für die kundenspezifischen Rezeptformulierungen meiner Kunden verwende ich Vitamin C und Vitamin A/ Retinoide. Diese beiden aktuellen Inhaltsstoffe stützen sich auf jahrzehntelange Forschung und klinische Studien.

Retinoide wie Tretinoin werden auf Basis vieler internationaler, klinischer Studien angeboten. Sie werden verwendet, um Kollagen zu stimulieren, vorhandene Falten zu verhindern und zu behandeln und sogar Akne zu bekämpfen, wenn Ihr Körper sich entschlossen hat, einen Versuch zu unternehmen, die Haut eines Teenagers zu bekämpfen.

Bei Retinoiden gibt es jedoch eine Einschränkung: Sie führen zu Lichtempfindlichkeit. Daher ist die tägliche Kombination mit Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens Lichtschutzfaktor 30) ein Muss.

Wenn diese Lichtempfindlichkeit Ihr Interesse an Retinoiden dämpft, ist meiner Erfahrung nach topisches Vitamin C eine großartige Alternative. Es fördert das Kollagenwachstum, bekämpft Falten und beseitigt sogar die Schäden durch UV-Strahlen. Dieses antioxidative Kraftpaket bekämpft auch Hyperpigmentierungen, einschließlich Akne Narben und Sonnenflecken.

40er Jahre Skin Kit

  • Vitamin A / Retinoide
  • Vitamin C
  • Sonnenschutzmittel SPF 30 und mehr

Haut Anti-Aging-Grundlagen in Ihren 50ern

Da die gleichen Alterungsprozesse unserer 40er Jahre in unseren 50er Jahren andauern, bitte bedenken Sie, dass die Wechseljahre die Anzeichen für Frauen verstärken könnten. Eine Änderung des Östrogenspiegels kann zu einer trockeneren Haut führen. Der Verlust von Kollagen kann zu schlaffer Haut entlang des Kiefers und um die Augen führen. Jahre der Sonneneinstrahlung treten auch als raue Hautstruktur und Sonnenflecken weiter auf.

Während Sie Ihr Feuchtigkeitscremespiel verbessern und topische Behandlungen (wie Retinoide oder Vitamin C) anwenden, um trockene, raue Haut zu erweichen und zu glätten, sollten Sie Microneedling/ Dermarolling ausprobieren. Es handelt sich hier um transkutane Kollagenstimulation – sehr gerne mit PRP (Thrombozyten reiches Plasma) mit Wachstumsfaktoren auf die lokal vorhandenen Stammzellen.

Microneedling – transcutane Kollagenstimulation – sieht vielleicht aus wie eine Spielzeugversion eines mittelalterlichen Foltergeräts (und kann etwas unangenehm sein), ist aber einer der Schlüssel zur Steigerung Ihres Kollagens in der Haut. Es erfordert jedoch ein sorgfältiges Sterilisationsregime, da es die Haut durchsticht und eben auch zu entsprechenden Infektionen / Entzündungen führen kann, wenn nicht steril behandelt wird. Deshalb rate ich auch von der Anwendung zuhause ab – Sie bekommen den Roller einfach nicht komplett steril und es führt zu vielen Haut Infektionen!

Bei richtiger Anwendung führt die Microneedling (Transcutane Kollagenstimulation) zu einer kleinen“ Verletzung „der Haut, die wiederum die Kollagen- und Elastin Produktion erhöhen, Narben, Akne Narben, Pigmentierungsstörungen und feine Falten verbessern, die Hyperpigmentierung/ Altersflecken verringern und die Haut verjüngen kann. Das habe ich schon zu meiner Zeit in New York gelernt.

Ich warne Sie eindringlich davor, die Nadel einfach zu vergrößern, um schnellere Ergebnisse zu erzielen. Tiefere Penetrationen führen zu punktgenauen Blutungen und können weitere Komplikationen fördern. Behandlungen mit längeren Nadeln sollten nur in meiner Praxis durchgeführt werden.

Eine Fraxel Laserbehandlung, bietet somit keine weiteren Vorteile. Das Microneedling wird international seit Jahren als „Fraxel Laser for the poor“ bezeichnet, da sie nicht nur günstiger angeboten wird und gleiche Ergebnisse ergibt mit dem Vorteil, dass auch noch weitere aktive Substanzen in die Haut eingebracht werden können:

  • Vitamine C und A / Retinoin
  • Ungesättigte Hyaluronsäure
  • PRP (thrombozytenreiches Plasma) mit seinen Wachstumsfaktoren auf vorliegende Stammzellen
  • Microneedling – transcutane Kollagenstimulation

50er Jahre Skin Kit

• Microneedling – transcutane Kollagenstimulation
• In Kombination mit PRP (Thrombozyten reiches Plasma) mit Wachstumsfaktoren auf lokale Stammzellen
• Vitamin A / Retinoide
• Vitamin C
• Sonnenschutzmittel SPF 50

Haut Anti-Aging-Grundlagen in Ihren 60ern und darüber hinaus

Zu Beginn unserer 60er Jahre ist die Hautverdünnung die neueste und auffälligste Entwicklung. Topische Behandlungen können weiterhin gegen feine Linien und Hyperpigmentierungen wirken und zur Verbesserung der Festigkeit und Textur beitragen. Ich warne jedoch davor, dass sie allein nicht ausreichen, um das Absacken aufgrund von Volumenverlust im Gesicht zu bekämpfen. Zum Glück gibt es weniger invasive Behandlungen, wenn Sie mehr Auftrieb suchen, als eine Hautpflege-Routine bieten kann.

Ich empfehle ihnen, das Haut Gewebe mit Injektionen unter die lose Haut zu füllen. Hyaluronsäure Filler wie Restylane stellen verlorene Konturen wieder her und sorgen für einen gewissen“ Auftrieb, indem sie die darüber liegende Haut unterstützen.

Wenn Sie aufgrund Ihrer Stirnfalten das Gefühl haben, jeden Tag der Woche einen Montag zu haben, schlage ich Ihnen den Einsatz von speziellen Hyaluronsäure Fillern vor.

60er Jahre Skin Kit

• Hyaluron Filler wie Restylane
• Microneedling – transcutane Kollagenstimulation + PRP (Thrombozyten reiches Plasma) mit Wachstumsfaktoren auf lokale Stammzellen
• Vitamin A / Retinoide
• Vitamin C
• Sonnenschutzmittel SPF 50

Unabhängig von diesen Haut Anti-Aging-Grundlagen

Mit Beginn der Wechseljahre stellen sich aufgrund des sinkenden Hormonspiegels Veränderungen an Haut, Haar und Figur ein. Die sogenannte verschreibungspflichtige „Hormonkosmetik“ kann hierbei helfen.

Das Schönheitsgeheimnis der Hormone liegt in ihrem Wirkprinzip:

• Es sind chemische Botenstoffe, die unseren gesamten Stoffwechsel in Gang setzen
• potente Wachstumsfaktoren, die in der Haut aufbauend, stärkend und teilweise verjüngend wirken
• vor allem die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen, Progesteron, aber auch Androgene (männliche Hormone) haben signifikanten Einfluss auf die Schönheit der Haut.

Wie sehr, spüren die meisten Frauen und Männer schon innerhalb eines Monats. Kurz vor der Menstruation ist der Teint oft trocken und empfindlicher, währenddessen unreiner und danach häufig glatter praller. Östrogene sind die Bodyguards unserer Haut. Sie erhalten deren Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, aktivieren die Kollagenbildung, verbessern die Durchblutung und sind am Haarwachstum beteiligt. Sie sorgen (im Zusammenspiel mit dem männlichen Hormon Testosteron) für die perfekte Architektur der Fettzellen im Bindegewebe. Das Gelbkörperhormon Progesteron verstärkt die Wasserausscheidung und stärkt die Spannkraft der Venen und Gefäße.

Fällt der Hormonspiegel im Alter von ca. 40 Jahren langsam ab, macht sich das Defizit unterschiedlich schnell bemerkbar.

In der Oberhaut verlangsamt sich die Produktion der Hornhautzellen und die Aktivität der Talgdrüsen:

• Der biochemische Mörtel, der die Hornhautzellen kittet, wird brüchiger. Das spüren Sie am rauen, trockeneren Teint.
• In der tiefen liegenden Lederhaut verringern sich Kollagen und Elastin; die Menge an Hyaluronsäure (wichtig für das Wasserbindevermögen) reduziert sich. Bis zur Menopause bleibt der Gehalt an Kollagen zwar stabil, doch dann fällt er steil ab und verringert sich jährlich um bis zu fünf Prozent:
• Die Gesichtskonturen werden schlaffer und Fältchen werden zu Falten. In der Unterhaut verengen sich die Blutgefäße, die Durchblutung wird schwächer.
• Auch der tonisierende Effekt des Progesterons auf die Gefäßwände nimmt ab – der Teint wirkt nicht mehr so frisch.

Die Östrogene und Androgene für kosmetische Zwecke sind den körpereigenen sehr ähnlich. Diese Hormon Kosmetik Produkte sind Arzneimittel und somit verschreibungspflichtig. Es existieren unterschiedliche Präparate für Frauen und Männer entsprechend den unterschiedlichen Hormonen.