Irrwege der Kosmetikindustrie

 

Die Kosmetikindustrie vermittelt Ihnen, in dem sie raue Haut mit trockener Haut gleich setzt, obwohl auch fettige Haut rau sein kann. Wenn Trockenheit auch zu einem gewissen Grad raue Haut verursachen kann, so ist doch der Hauptgrund für die Entstehung rauer Haut eine abnormale Verhornung. Gelegentliche Anwendung von Feuchtigkeitscremes, wenn die Haut Wind, Kälte oder Hitze ausgesetzt ist, kann eine nur zeitweise auftretende Hauttrockenheit verbessern. Die dauerhafte Anwendung von Feuchtigkeitscremes ist jedoch schädlich!

Die Vorstellung, dass die Gesichtshaut der Anwendung von Feuchtigkeitscremes bedarf, ist weltweit verbreitet und wird von der Kosmetikindustrie durch Werbung gefördert. Vor allem Frauen haben die Vorstellung verinnerlicht, dass die tägliche Anwendung von Feuchtigkeitscremes unerlässlich ist. Extravagante, jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesene Effekte von Feuchtigkeitscremes, werden routinemäßig verbreitet. Diese sollen sein: Wiederherstellung von jugendlicher Haut, Reduzierung von Falten, Erlangung elastischer, weicher und seidiger Haut. Jedes der angebotenen Produkte hat seine eigene Formel: einige enthalten Kollagen, Elastin, Fruchtsäuren, Aloe, Plazentabestandteile oder Kräuter. Andere sind zur speziellen Anwendung an den Lippen, dem Hals, den Augenlidern etc. vorgesehen. Manche müssen tagsüber, andere zur Nacht angewendet werden und es gibt sogar fettfreie Feuchtigkeitscremes bei fettiger Haut! Um die Bedeutung von Feuchtigkeitscremes zu hinterfragen, sollte man sich die folgenden Fragen stellen:

  • Warum haben Kinder schöne feuchte Haut ohne dass sie Feuchtigkeitscremes nehmen?
  • Warum klagen Männer, die nur selten Feuchtigkeitscremes verwenden, nicht über zu trockene Haut?
  • Kann die Langzeitanwendung von Feuchtigkeitscremes schädlich sein?

Die Antwort ist, dass gesunde Haut eigentlich die Fähigkeit hat korrekt zu funktionieren und keinerlei Unterstützung von außen braucht. Wenn alle Hautfunktionen auf der Zellebene intakt sind, fühlt sich Haut nicht trocken an und Feuchtigkeitscremes werden nicht benötigt. Bei Kindern funktionieren sämtliche Hautzellen, die Hautzellen sind von ihrer Entstehung an gut befeuchtet. Männer tolerieren eine mit dem Alter zunehmende Rauhigkeit der Gesichtshaut, welche durch tägliches Rasieren etwas abgemildert wird. Frauen hingegen sind weitaus häufiger mit Gedanken beschäftigt, jünger auszusehen und sind daher eher geneigt, sich von Werbung zum Thema „Trockene Haut“ beeinflussen zu lassen. Clevere bis manipulative Werbung hat dazu geführt, dass viele Frauen davon überzeugt sind, dass ihre Haut durch Feuchtigkeitscremes von außen ernährt und „gepampert“ werden muss, um Trockenheit zu verhindern und somit die Hautalterung aufzuhalten. Die Akzeptanz dieser Vermarktungsstrategien ist so weit verbreitet, dass sogar Hautärzte und Schönheitschirurgen ihren Patientinnen Feuchtigkeitscremes empfehlen.

 

Nebenwirkungen von Feuchtigkeitscremes

Abhängigkeit: die tägliche Anwendung von Feuchtigkeitscremes bringt eine Menge von Problemen mit sich, wie Abhängigkeit, erhöhte Hautempfindlichkeit und möglicherweise schnellere Hautalterung. Anfangs mögen Feuchtigkeitscremes der Haut ein glattes und seidiges Aussehen geben und feine Fältchen durch Wassereinlagerung in der Hornhaut verbessern. Nach einigen Monaten aber werden Patient und Haut abhängig von Feuchtigkeitscremes, um angebliche Trockenheit zu bekämpfen, so dass schließlich eine Daueranwendung die Folge ist. Es werden in Laufe der Zeit immer häufiger und immer stärker wirkende Feuchtigkeitscremes angewendet. Diese Abhängigkeit bei Frauen rührt von der Ablehnung des Gefühls kurzzeitiger Trockenheit nach dem Waschen her, ist aber auch Folge der nachweislich durch Feuchtigkeitscremes ausgelösten immer schlechteren Hauttoleranz gegenüber dieser Trockenheit. Kinder und Männer erleben nach dem Waschen ebenfalls eine vorüber gehende Trockenheit, wenden aber meist keinerlei Feuchtigkeitscremes an, der Teufelskreislauf fängt also meist gar nicht erst an, die Haut wird von selbst nach kurzer Zeit befeuchtet.

Empfindlichkeit: weil Feuchtigkeitscremes die Hornhaut mit Feuchtigkeit gesättigt halten, verringert sich die natürliche Hautabschilferungsrate. Die Zahl der Hautzellen nimmt in Folge ab, weil auch die Zellteilungsrate in der Regenerationsschicht abnimmt. Ebenso gibt es Hinweise dafür, dass die für die Zellerneuerung erforderlichen Wachstumsfaktoren weniger werden. Eine von Feuchtigkeitscremes abhängig gemachte Haut hat folgende klinischen Eigenschaften: sie ist abgestumpft, trocken und empfindlich und lässt sich leicht durch äußere Faktoren reizen, welche den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verringern, wie Wind, Kälte, alkoholhaltige Mittel etc. Nach Absetzen von Feuchtigkeitscremes nimmt der Feuchtigkeitsgehalt ab, die Zellteilungsrate und somit die Hautzellerneuerung wird aber wieder beschleunigt und die Abschilferung der Hornhaut nimmt wieder zu, was eine Rauhigkeit und Trockenheit verursacht, welche anfangs der Auslöser für die Benutzung von Feuchtigkeitscremes war. Die Person fängt dann meist wieder mit der Verwendung von Feuchtigkeitscremes an und gerät in eine noch stärkere Abhängigkeit.

Beschleunigte Hautalterung: aus langjähriger klinischer Beobachtung hat Dr. Obagi festgestellt, dass von Feuchtigkeitscremes abhängige Frauen empfindlichere Haut haben, älter aussehen und mehr Falten haben als Frauen, die nicht abhängig von Feuchtigkeitscremes sind. Es stellt sich die Frage, ob die dauerhafte Anwendung von Feuchtigkeitscremes die Regenerationsfähigkeit der Haut reduziert, die Kollagenproduktion vermindert und sie anfälliger für schädliche äußere Faktoren wie UV-Licht macht, was wiederum die Hautalterung beschleunigt. Die Ursache für trockene Haut liegt nicht im Wassergehalt der Oberhaut, die bei Menschen mit angeblich trockener Haut gleich ist wie bei Menschen mit normal empfundener Hautfeuchte, was wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen haben. Trockenheit rührt eher aus Veränderungen der Lederhaut, nämlich einer Verminderung der Wasserbindungskapazität der Zwischenzellsubstanzen (Glycosaminglykane). An von Geburt an hautkranken Patienten mit trockener Haut hat Dr. Obagi  (Obagi Blue Peel) heraus gefunden, dass Vitamin-A-Säure (Tretinoin) die Produktion dieser Glycosaminglykane anregt und somit effektiv die Hauttrockenheit verbessert.

 

Dieser Zusammenhang ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Hautregenrationskonzept, welches wir Ihnen anbieten können!